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SCHNARCHEN UNDOSA
WAS SIE DARÜBERWISSEN SOLLTEN
KREISPUNKT
Fokus
Dr.WolfgangFeuerstein
Facharzt fürHals-,Nasen-,Ohrenheilkunde,Kopf-undHalschirurgie
Kontakt:
Dr. Wolfgang Feuerstein
HNO-Facharzt
Franz-M.-Felder-Straße 5
6850
Dornbirn
Tel +43 5572 398880,
Fax-Durchwahl14
Die OSA ist in der
westlichen Welt weit verbrei-
tet
und hat ein Vorkommen von 20 % für die milde OSA
und von 6 bis 7 % für die mittelschwere bis schwere OSA.
Das Vorkommen (Prävalenz)
steigt
bis zu einem Alter
von 65 Jahren an.
Das
primäre Schnarchen
tritt mit einer Prävalenz von
50 – 60 %
wesentlich häufiger auf.
Wichtig:
Jedes Schnarchen gehört diagnostisch auf das
Vorliegen einer behandlungsbedürftigen OSA abgeklärt.
Schlafapnoiker haben oberhalb eines AHI (Anzahl der
Atempausen pro Stunde) von 20 ein signifikant erhöhtes
Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-
systems,
ebenso besteht eine statistisch signifikante
Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit
.
Besondere Aufmerksamkeit muss auf
Kinder mit
Übergewicht
mit stark vergrößerten Gaumenman-
deln/Rachenmandeln und Down-Syndromgelegt werden.
Bereits im
Kindesalter
geht die OSA mit einem erhöh-
ten Auftreten von Begleit- und Folgeerkrankungen einher.
Statt des AHI kann heute auch eine
Blutuntersu-
chung
Aufschluss über das kardiovaskuläre Risiko geben.
Eine
Gewichtsreduktion
ist wichtig und vereinfacht
die Therapie der OSA. Sie ist allerdings nur selten in der
Lage, eine OSA ohne weitere Therapiemaßnahmen zu be-
seitigen.
Die
Vermeidung der Rückenlage
ist bei lageab-
hängiger Schlafapnoe sinnvoll – dafür gibt es geeignete
Hilfsmittel.
Es gibt
keinewirksamemedikamentöseTherapie
.
Bissschienen
sindzur Behandlungdes einfachenSchnar-
chens und der milden und mittelschweren OSA angezeigt
und sollten von einem Fachmann angepasst werden.
Bei Kindern stellt die
Entfernung der Gaumen-
und Rachenmandeln
die Standard-Therapie dar.
Alternativ kommt auch eine
Teilentfernung
der Gau-
menmandeln in Frage.
Nasenoperationen
können beim Schnarchen zu Er-
folgen führen, sind aber oft alleine nicht in der Lage, den
Schweregrad einer OSA zu senken.
ImBereich desWeichgaumens ist die UPPP (sog. Schnarch­
operation) mit Entfernung der Gaumenmandeln nach
wie vor die
Standard-Operation
.
Operative Behandlungen an Zunge und Schlund sind
schmerzhaft
und die Datenlage ist noch nicht sehr
aussagekräftig.