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WIE ES MEIN LEBEN VERÄNDERTE
Das Projekt war für mich eine große Herausforderung. Der Erfolg hat aber
schließlich gesiegt, und wir haben den Marathon in Zürich, am 11. April 2010
beendet. Martin Steiner als Projektleiter mit seinen Mitarbeitern hat uns auf
den Punkt fit nach Zürich gebracht. Was ich in dem Jahr der Vorbereitung für
mich als positiv mitnehmen konnte waren der Mannschaftsgeist und die
Freundschaften, die zum Teil auch heute noch bestehen. Dass mit ein bis-
schen Ehrgeiz auch ein Marathon zu schaffen ist, wäre für mich noch vor zwei
Jahren nicht denkbar gewesen. Was mir aber viel Spaß gemacht hat, war die
Zusammenarbeit mit Martin Steiner. Er hatte, wenn es auch mal nicht so gut
gelaufen ist, mit seiner positiven Art immer ein offenes Ohr für die Problem-
chen. Ein guter Rat war selbstverständlich. Es war ein tolles Jahr, das ich nie
vergessen werde.
Ich habe in der Vorbereitungszeit im Projekt ein komplett neues Körpergefühl
entwickelt. Es war spannend zu beobachten, welche Veränderungen in
meinem Körper und auch in meinem Geist stattgefunden haben. Dabei ist
Laufen für mich zu einer Meditationsform geworden, die ich nicht für möglich
gehalten hätte. Laufen reinigt auch jetzt noch meine Gedanken und vermit-
telt mir Freiheit in der Natur! Seit meinem Marathonlauf in Zürich weiß ich, zu
welchen Leistungen im Bereich Ausdauer ich fähig bin. Es ist nur eine Frage
des konsequenten Wollens und der genauen Vorbereitung.
Ich habe die Chance gehabt, das Projekt zweimal medial zu betreuen und
auch mitzumachen. Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung, wie man
durch Disziplin und Willensstärke seine Ziele erreichen kann. Wer bei einem
Marathon mitmachen will weiß, dass er seine Grenzen austestet. Faszinierend
ist, dass sich die Grenzen mit dem richtigen Training ordentlich verschieben
lassen. Nicht nur ich habe mich durch das Projekt verändert, sondern auch die
Teilnehmer. Alle haben sich dem Sport gewidmet, ihr Leben auf den Kopf
gestellt und können jetzt den Sport genießen – das ist auch das Wichtigste.
Und: Wer einmal Marathonluft geschnuppert hat, der will mehr. Ich habe mir
zum Ziel gesetzt, auch 2012 einen Marathon zu laufen – aus Freude am Sport!
Für mich war es eine tolle und einzigartige Erfahrung, aber ich denke nicht,
dass ich mich dadurch verändert habe. Es ist super, wenn man erfährt, dass
man für seine Mühen belohnt wird und es sich zu kämpfen lohnt. Nach dem
Zieleinlauf weißt du dann auch, wofür du dich so sehr gequält hast. Der ein-
zige Negativpunkt ist, dass sehr viel Freizeit fürs Training draufgeht. Keine
Stunde, Minute, Sekunde möchte ich jedoch missen, es war einfach super und
wird für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Momentan bin ich sauer
auf mich, da ich die Kurve, das Lauftraining wieder aufzunehmen, nicht erwi-
sche. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
DIETMAR Blaukowitsch
DIETMARWILLI
Thomas Haschberger
Brigitte LaU